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Werke

Generations (Line Of Descent/Volatile Succession), 2024, Acrylic on canvas, 240 × 200 cm
Generations (Line Of Descent/Volatile Succession), 2024, Acrylic on canvas, 240 × 200 cm
The Summoning, acrylic on canvas, 130 × 170 cm, 2026
The Summoning, acrylic on canvas, 130 × 170 cm, 2026
Recognition, acrylic on canvas, 250 × 200 cm, 2026
Recognition, acrylic on canvas, 250 × 200 cm, 2026
Prinzenbad, acrylic on canvas, 45 × 40 cm, 2025
Prinzenbad, acrylic on canvas, 45 × 40 cm, 2025
Nocturnal Gathering, acrylic on canvas, 130 × 170 cm, 2026
Nocturnal Gathering, acrylic on canvas, 130 × 170 cm, 2026
Maya, acrylic on canvas, 35 × 30 cm, 2024
Maya, acrylic on canvas, 35 × 30 cm, 2024
Ghost Family, acrylic on canvas, 170 × 130 cm, 2025
Ghost Family, acrylic on canvas, 170 × 130 cm, 2025
Firstborn, acrylic on canvas, 155 × 105 cm, 2026
Firstborn, acrylic on canvas, 155 × 105 cm, 2026
Father, acrylic on canvas, 240 × 200 cm, 2026
Father, acrylic on canvas, 240 × 200 cm, 2026
Crying Princess, acrylic on canvas, 45 × 40 cm, 2023
Crying Princess, acrylic on canvas, 45 × 40 cm, 2023
Two Sisters, acrylic on canvas, 100 × 80 cm, 2026
Two Sisters, acrylic on canvas, 100 × 80 cm, 2026
Transformation, acrylic on canvas, 45 × 40 cm, 2023
Transformation, acrylic on canvas, 45 × 40 cm, 2023

Impressionen

Biographie

Bettina Sellmann

lebt und arbeitet seit 2010  in Berlin

*1971 München

1992-1997

Städelschule Frankfurt am Main bei Jörg Immendorff, Christa Näher und Thomas Bayrle

1995

École Nationale Supérieure des Beaux-Arts, Paris, Frankreich

1997

Meisterschülerin von Thomas Bayrle

1997

Skowhegan Summer Residency Program, Maine, USA

1999-2002

Hunter College, New York City, USA

2002

Master of Fine Arts

1998-2009

New York City and Brooklyn, New York, USA

Stipendien

1995

Erasmus Stipendium für Paris

1997

Skowhegan Summer Residency Program, Maine, USA (full scholarship)

1999

DAAD-Jahresstipendium für New York

2020

Sonderstipendium des Berliner Senats

2022

Kunstfonds Neustart-Stipendium

Sammlungen

MoMA, New York City, (Museum of Modern Art), USA https://www.moma.org/artists/28802

Sammlung Olbricht

Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main

Internationale Privatsammlungen

Einzelausstellungen (und 2-Personen-Ausstellungen)

2021

Easymagic 123 (mit Julia Jansen, Lyrik von Julia Mantel), Kunstverein Offenbach

2020

Easymagic 123 (mit Julia Jansen), Baustelle Schaustelle Essen/Düsseldorf

2019

Glam magic manufactoray (mit René Luckhardt), Oberfinanzdirektion, Frankfurt/Main, (Katalog)

2018

Diaikone (mit René Luckhardt), Weißfrauen Diakoniekirche, Frankfurt/Main

2017

Punktlandung (mit Damien Hirst), Galerie 21.06, Ravensburg

2017

Hello Color, Gilla Lörcher I Contemporary Art, Berlin (Katalog)

2016

It´s already there, One-single-artwork-show, Gilla Lörcher I Contemporary Art, Berlin

2015

US Paintings, Gilla Lörcher I Contemporary Art, Location 1, Berlin

2015

US Paintings, Gilla Lörcher I Contemporary Art, Location 2, Berlin

2015 Spiral, Square and Dickie-Bow, Wolfstädter Galerie, Frankfurt/Main

2013

Magic Every Day, Gilla Lörcher I Contemporary Art, Berlin (Katalog)

2013

To Queen Luise & Young-Wilhelm, Wonderloch Kellerland, Berlin

2012

Chocanaub (mit Eva Schwab), Phoenix BB, Berlin

www.bettinasellmann.com

Publikationen

Christoph Tannert, Aus der Eröffnungsrede zur Ausstellung Portrait I in der Galerie Tammen, Berlin, Juni 2023

Den Auftakt zur Ausstellung bietet Bettina Sellmann mit Bildern, die aus der Welt des Barocks und des Rokokos schöpfen, aber auch Einflüsse von Glam und Manga aufnehmen. Mädchenhaftes und Hello-Kitty-Anklänge, Süßliches und Energetisches, Zuckerguss und ein untrügliches Gefühl für die Wirkung von Farbe gehen eine poppige Verbindung ein, die sich in brachialen Farbgewittern, selbst in den kleinsten Bildern, entlädt. „Family/Bloodline“, Mutter und Kind-Motive, „Beach Kids” etwa sehe ich als die kraftvollen Bildbeweise einer Künstlerin, die sich pathosfrei und wissend im Universum der Farbe austobt. […]

Dr. Isa Bickmann, Aus der Eröffnungsrede zur Ausstellung EASYMAGIC123 im Kunstverein Offenbach, Dezember 2021

Cute Empowerment“ nennt Annekathrin Kohout die Bewegung, die über das Internet erschienen ist und sich den dunklen Seiten des Netzes entgegenwirft, um in rosa-glitzernden Kawaii-Figuren die Niedlichkeit als positiven Stimulus zu nutzen. […] Bettina Sellmann nutzt ihre pastellfarben-zuckrige Barock- und Kawaii- oder Kidult-Figuren, um sich einer Ästhetik zu bemächtigen, die bislang einer klischeehaften und diskriminierenden Zuweisung diente. Durch die Affirmation überwindet sie Vorurteile, lässt diese transparent werden. […]

Christoph Schütte, Auszug aus: Lena, Ellen, Issa und die anderen, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Juli 2022

Unheimlich mag man all die „Hübschen Mädchen“, die „Lulus“ und „Issas“ nennen, wie sie seit einigen Jahren schon aus Bettina Sellmanns Bildern blicken. Weiß man doch nie so recht, woran man mit diesen in Romantik und Rokoko, Manga, Pop und Bad Painting gleichermaßen sich zu Hause fühlenden Porzellangesichtchen ist. Und doch blickte, sagen wir, „Lulu Rosé“ oder „Untitled (Pink)“ mit ihren blauen Augen statt somnambul ins Leere den Betrachter an, man bliebe stumm. Und stellte keine Fragen. […]

Dr. Gabi Ivan, Aus der Eröffnungsrede zur Ausstellung außer sich – inner ich in der Inselgalerie Berlin, September 2022

Bettina Sellmann bezeichnet ihre Bilder als „durchsichtige Versionen alter Meister“, das heißt in unserm Fall barocke Meister und deren Porträtauffassung. Die Posen von Herrschern und Adligen fixierten damals auftragsgemäß deren Wichtigkeit und Bedeutung auf ewig für die Nachwelt. Ahnengalerien und Museen sind voll davon. Aber diese Repräsentationsporträts im immer gleichen Darstellungskanon ohne wirkliche Identität hinterm Schleier der Zeit sind heute für uns in die Beliebigkeit gesunken. Sellmann überträgt die Eigenheiten der barocken Bildnisse und den damaligen Zeitgeist metaphorisch kühn auf unsere Gegenwart: „Mehr Schein als Sein“ – versteckt geben Sellmanns Bilder Hinweise auf die Aktualität dieses Mottos. Die neuen fotografischen Posen typisierter Personen werden schon durch ihre Titel ironisiert: A Grassman – ein Grasmann oder Entitlement – Anspruch, letzteres hieß während des Ausstellungsaufbau bei uns nur „Der kleine Prinz“ als Synonym für „Helikopterkind“. Die transparenten Einhausungen von Figuren nehmen durch die flüssigen Farbverläufe den kommenden Zeitschleier vorweg – getreu dem Bibelwort „Es ist alles eitel“, das der barocke Dichter Andreas Gryphius zum Titel eines Gedichts wählte. Last not least: Meine Kollegin Kathrin ließ sich zu einer Beobachtung inspirieren, die Ihnen/Euch nicht vorenthalten bleiben soll: „Die kindlichen porzellanartigen Geschöpfe sind keine Charakterköpfe. ... Sie sind selbst wie Bonbons, die zerkaut werden. ... Diese harmlose Bonbonwelt ist ebenso süß, wie sie Aggressionen auslöst.“

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