Bettina Sellmann
Works























Impressions























Biography
Bettina Sellmann
lives and works since 2010 in Berlin
*1971 Munich
1992-1997
Städelschule Frankfurt am Main under Jörg Immendorff, Christa Näher and Thomas Bayrle
1995
École Nationale Supérieure des Beaux-Arts, Paris, France
1997
Master student of Thomas Bayrle
1997
Skowhegan Summer Residency Program, Maine, USA
1999-2002
Hunter College, New York City, USA
2002
Master of Fine Arts
1998-2009
New York City and Brooklyn, New York, USA
Scholarships
1995
Erasmus scholarship for Paris
1997
Skowhegan Summer Residency Program, Maine, USA (full scholarship)
1999
One-year DAAD scholarship for New York
2020
Special scholarship of the Berlin Senate
2022
Kunstfonds Neustart scholarship
Collections
MoMA, New York City, (Museum of Modern Art), USA https://www.moma.org/artists/28802
Sammlung Olbricht
Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main
International private collections
Solo exhibitions (and two-person exhibitions)
2021
Easymagic 123 (with Julia Jansen, poetry by Julia Mantel), Kunstverein Offenbach
2020
Easymagic 123 (with Julia Jansen), Baustelle Schaustelle Essen/Düsseldorf
2019
Glam magic manufactoray (with René Luckhardt), Oberfinanzdirektion, Frankfurt/Main, (catalogue)
2018
Diaikone (with René Luckhardt), Weißfrauen Diakoniekirche, Frankfurt/Main
2017
Punktlandung (with Damien Hirst), Galerie 21.06, Ravensburg
2017
Hello Color, Gilla Lörcher I Contemporary Art, Berlin (catalogue)
2016
It´s already there, One-single-artwork-show, Gilla Lörcher I Contemporary Art, Berlin
2015
US Paintings, Gilla Lörcher I Contemporary Art, Location 1, Berlin
2015
US Paintings, Gilla Lörcher I Contemporary Art, Location 2, Berlin
2015 Spiral, Square and Dickie-Bow, Wolfstädter Galerie, Frankfurt/Main
2013
Magic Every Day, Gilla Lörcher I Contemporary Art, Berlin (catalogue)
2013
To Queen Luise & Young-Wilhelm, Wonderloch Kellerland, Berlin
2012
Chocanaub (with Eva Schwab), Phoenix BB, Berlin
Publications
Christoph Tannert, Aus der Eröffnungsrede zur Ausstellung Portrait I in der Galerie Tammen, Berlin, Juni 2023
Den Auftakt zur Ausstellung bietet Bettina Sellmann mit Bildern, die aus der Welt des Barocks und des Rokokos schöpfen, aber auch Einflüsse von Glam und Manga aufnehmen. Mädchenhaftes und Hello-Kitty-Anklänge, Süßliches und Energetisches, Zuckerguss und ein untrügliches Gefühl für die Wirkung von Farbe gehen eine poppige Verbindung ein, die sich in brachialen Farbgewittern, selbst in den kleinsten Bildern, entlädt. „Family/Bloodline“, Mutter und Kind-Motive, „Beach Kids” etwa sehe ich als die kraftvollen Bildbeweise einer Künstlerin, die sich pathosfrei und wissend im Universum der Farbe austobt. […]
Dr. Isa Bickmann, Aus der Eröffnungsrede zur Ausstellung EASYMAGIC123 im Kunstverein Offenbach, Dezember 2021
Cute Empowerment“ nennt Annekathrin Kohout die Bewegung, die über das Internet erschienen ist und sich den dunklen Seiten des Netzes entgegenwirft, um in rosa-glitzernden Kawaii-Figuren die Niedlichkeit als positiven Stimulus zu nutzen. […] Bettina Sellmann nutzt ihre pastellfarben-zuckrige Barock- und Kawaii- oder Kidult-Figuren, um sich einer Ästhetik zu bemächtigen, die bislang einer klischeehaften und diskriminierenden Zuweisung diente. Durch die Affirmation überwindet sie Vorurteile, lässt diese transparent werden. […]
Christoph Schütte, Auszug aus: Lena, Ellen, Issa und die anderen, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Juli 2022
Unheimlich mag man all die „Hübschen Mädchen“, die „Lulus“ und „Issas“ nennen, wie sie seit einigen Jahren schon aus Bettina Sellmanns Bildern blicken. Weiß man doch nie so recht, woran man mit diesen in Romantik und Rokoko, Manga, Pop und Bad Painting gleichermaßen sich zu Hause fühlenden Porzellangesichtchen ist. Und doch blickte, sagen wir, „Lulu Rosé“ oder „Untitled (Pink)“ mit ihren blauen Augen statt somnambul ins Leere den Betrachter an, man bliebe stumm. Und stellte keine Fragen. […]
Dr. Gabi Ivan, Aus der Eröffnungsrede zur Ausstellung außer sich – inner ich in der Inselgalerie Berlin, September 2022
Bettina Sellmann bezeichnet ihre Bilder als „durchsichtige Versionen alter Meister“, das heißt in unserm Fall barocke Meister und deren Porträtauffassung. Die Posen von Herrschern und Adligen fixierten damals auftragsgemäß deren Wichtigkeit und Bedeutung auf ewig für die Nachwelt. Ahnengalerien und Museen sind voll davon. Aber diese Repräsentationsporträts im immer gleichen Darstellungskanon ohne wirkliche Identität hinterm Schleier der Zeit sind heute für uns in die Beliebigkeit gesunken. Sellmann überträgt die Eigenheiten der barocken Bildnisse und den damaligen Zeitgeist metaphorisch kühn auf unsere Gegenwart: „Mehr Schein als Sein“ – versteckt geben Sellmanns Bilder Hinweise auf die Aktualität dieses Mottos. Die neuen fotografischen Posen typisierter Personen werden schon durch ihre Titel ironisiert: A Grassman – ein Grasmann oder Entitlement – Anspruch, letzteres hieß während des Ausstellungsaufbau bei uns nur „Der kleine Prinz“ als Synonym für „Helikopterkind“. Die transparenten Einhausungen von Figuren nehmen durch die flüssigen Farbverläufe den kommenden Zeitschleier vorweg – getreu dem Bibelwort „Es ist alles eitel“, das der barocke Dichter Andreas Gryphius zum Titel eines Gedichts wählte. Last not least: Meine Kollegin Kathrin ließ sich zu einer Beobachtung inspirieren, die Ihnen/Euch nicht vorenthalten bleiben soll: „Die kindlichen porzellanartigen Geschöpfe sind keine Charakterköpfe. ... Sie sind selbst wie Bonbons, die zerkaut werden. ... Diese harmlose Bonbonwelt ist ebenso süß, wie sie Aggressionen auslöst.“






















