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Werke

Impressionen

Biographie

Johannes Hepp

seit 2012 Freischaffend

2008-2012 Studium der Bildhauerei, Edith Maryon Kunstschule Freiburg

2006-2008 Arbeit mit Menschen mit Behinderung in Deutschland und Kanada

2006 Abitur, Freie Waldorfschule Würzburg

1986 in Werneck geboren

Ausstellungen und Projekte (Auswahl)

2025

ART Karlsruhe, mit Galerie Hübner und Hübner und Galerie Tammen

2024

"All together now 2" Galerie Tammen Berlin, Gruppenausstellung

KUK Raum für Kunst und Kultur Winterthur/CH, Einzelausstellung

THE HERITAGE POST, Düsseldorf, Einzelausstellung

Kunstverein Tauberbischofsheim, mit Jan Bresinski

positions art fair Berlin mit Galerie Tammen

"Dietmar Brixy - Malerei Johannes Hepp - Skulptur", Galerie Tammen Berlin

"Mensch" Burg Kalteneck, Holzgerlingen, Einzelausstellung

ART Karlsruhe, mit Galerie Hübner und Hübner und Galerie Tammen

"kleine Welten", Kunsthaus Dettum, Gruppenausstellung

"1. Gengenbacher MiniManie", Museum Haus Löwenberg, Gengenbach, GA

Weihnachtsausstellung, Galerie alte brennerei, Unterramsern/CH

2023

"Gut Holz", Mannheimer Kunstverein, Gruppenausstellung

"All together now" Galerie Tammen Berlin, Gruppenausstellung

ART Karlsruhe, mit Galerie Hübner und Hübner und Galerie Tammen

Drei-Häuser-Kunstpfad, Vulkaneifel

"Kunst trifft Garten" Paderborn, mit Hans Christian Rüngeler und Kai Hackemann

Rohraum, Rikon CH, Einzelausstellung

2022

"to the end of the year" Galerie Tammen Berlin, Gruppenausstellung

"Material as matter", Kunstmuseum Erlangen, Gruppenausstellung

"Menschenbilder" Kunstdorf Unterjesingen, Gruppenausstellung

"Skulpturen und Katzenbilder", Moltke Freiburg, Einzelausstellung

ART Karlsruhe mit Galerie Hübner + Hübner

positions art fair Berlin, mit Galerie Hübner + Hübner

2021

KUK Raum für Kunst und Kultur Winterthur/CH, Einzelausstellung

Galerie Hübner+Hübner, Frankfurt am Main, zusammen mit James Lloyd

positions art fair Berlin, mit Galerie Hübner+Hübner

2020

ART 87, Andermatt/CH, Einzelausstellung

"art zehn", Galerie alte brennerei, Unterramsern/CH, Gruppenausstellung

"Kunst zu Hause", Martin sammelt, Zumikon/CH, Gruppenausstellung

Kunstsommer Wertheim, mit Galerie Art Isotope, Gruppenausstellung

Edition für den Freundeskreis des Kulturspeichers, Museum Kulturspeicher Würzburg

Galerie Ulrich Gering, Frankfurt am Main, Einzelausstellung

ART Karlsruhe, One-Artist-Show, mit Galerie Ulrich Gering

2019

"wooden characters", FONIS Galerie, Düsseldorf, Einzelausstellung

Kunst-Projekt Werkforum, Bad Salzhausen, Nidda, Gruppenausstellung

depot K, Freiburg, mit Marcela Böhm

2018

"leichte Verunsicherung",  Neuwerk-Kunsthalle Konstanz, Einzelausstellung

1. Holzbildhauersymposium Battenberg (Eder)

WeinKulturGaden Thüngersheim, Einzelausstellung

Triennale IV Fokus Franken, Kunsthalle Schweinfurt, Gruppenausstellung

"Oh Mann", Fonis Galerie Düsseldorf, Einzelausstellung

Kunstverein Frauenfeld / CH, Einzelausstellung

„Holzfreunde“, Staufen im Breisgau, mit Sven Schiling

2017

„im Wechselspiel“, FONIS Galerie, Düsseldorf, Gruppenausstellung

„Das fliegende Jackett“ FONIS Galerie, Düsseldorf, Gruppenausstellung

„exclusively Young Generation“, Galerie Platz für Kunst, Raperswil/CH

Art Bodensee, Dornbirn/CH, mit Galerie Platz für Kunst, Gruppenausstellung

„Offline“ up&coming, Zürich/CH, Gruppenausstellung

„Solidi Platonici“, La Rada, Locarno/CH, Gruppenausstellung

Kunstverein March, Einzelausstellung

2016

Kulturspeicher Würzburg, städtische Sammlung – Ankauf Bärenkarussel

HeARTbreaker, Benifizauktion, K21, Düsseldorf

„Anthropos“, Galerie Fonis, Düsseldorf, Einzelausstellung

KUK Raum für Kunst und Kultur Winterthur/CH, Einzelausstellung

„Rosina Kuhn und Johannes Hepp“, Galerie Soon, Bern/CH

„Menschen" Franziskaner-Minoritenkloster, Würzburg, Einzelausstellung

„Alexandra Mia Monkewitz & Johannes Hepp“, Galerie Brun, Luzern/CH

„Debütant“, BBK-Galerie, Würzburg, Einzelausstellung

2015

„jungkunst“, Winterthur/CH, Gruppenausstellung

Galerie Fonis, Düsseldorf, Gruppenausstellung

„Art Figura 2015“Museum Schloss Schwarzenberg,

„Bildhübsch und Bärenstark“, Kunsthaus, Sankt Märgen, mit Pia Bolduan-Schlenk

2014

"YOLO - art and palliative care", Johanneskirche, Düsseldorf

„Kunst im Maschinenhaus“, Bürgerbräu Würzburg, Gruppenausstellung

2012

„Freigegeben“, E-Werk, Freiburg im Breisgau, Diplomausstellung

Auszeichnungen:

2018

Kulturförderpreis der Stadt Würzburg

Publikumspreis, Triennale IV Fokus Franken, Kunsthalle Schweinfurt

2015

1.Preis, Kunst am Bau Wettbewerb, Universitätsklinikum Würzburg

2014

1.Preis, "YOLO - art and palliative care", Johanneskirche, Düsseldorf

Publikationen

Aus der Rede zur Ausstellungseröffnung „Dietmar Brixy + Johannes Hepp: Malerei und Skulptur“, Galerie Tammen, Berlin, 06.09.2024.

Von Christoph Tannert

Wenn die Beobachtung nicht täuscht, dann ist diese Ausstellung mit Malerei von Dietmar Brixy und Skulpturen von Johannes Hepp alles andere als eine Enthaltsamkeitsübung. Denn wir haben es hier mit einem sommerlichen Augenschmaus zu tun, den selbst ein mit ästhetischen Genüssen verwöhnter und bereits reichlich kunstgefütterter Berliner nur als "stattlich" bezeichnen kann.

Johannes Hepp, geboren 1986 in Werneck (im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt), konsolidiert in der Ausstellung den Ruhepol. Nach unserem Grundverständnis ist der Mensch nur dann glücklich, wenn sein Körper, sein Geist und seine Seele in der Balance sind. Diesem Gleichgewicht Ausdruck zu verleihen, hat Johannes Hepp diverse Figuren geschaffen, die Ruhe ausstrahlen, zugleich aber aufgrund ihrer Titelgebung eine gewisse Hintersinnigkeit implizieren. Des Menschen Sehnsucht nach Sicherheit und Entspannung scheint sich, so wissen wir, zuweilen an der Grenze zum Unvorhergesehenen, ja Absurden abzuspielen. Johannes Hepp platziert seine Figuren genau an dem Punkt, an dem sich eine schwer überbrückbare Kluft auftut - zwischen dem Menschen, der fragt und der Welt, die vernunftwidrig schweigt. Insofern ist die Ruhe, die wir in den Skulpturen von Johannes Hepp gern sehen wollen, eigentlich nur der Moment größter Widersinnigkeit, die uns irritiert und ein Erschrecken auslöst, das wir mit einem kurzen Lachen zu überspielen versuchen. Die andauernde Erfahrung der Fremdartigkeit der Welt wirft den Menschen in seinem ihm wesenseigenen Sinnstreben auf sich selbst zurück und gibt ihm das Gefühl der Verlassenheit.

Bei Hepp ist es immer wieder das Einzelwesen Mensch, meist stehend (bis auf den „Wandlehner“, der sitzt), das sich in einem Zustand zwischen Sein und Nichts befindet - mit hängenden Armen, irgendwie verloren, an der Grenze zur Enttäuschung. Diese in die Welt Gestellten klagen nicht und sie verzweifeln nicht. Sie sind festgebacken in ihrem So-Sein, was den Künstler augenscheinlich animiert, Werktitel mit frech vibrierendem Zwerchfell zu geben:Ein „Akt in Wärmflasche“ ist augenscheinlich eingesargt als geschützt. „Auf der Schneide“ erinnert an Unfälle im Haushalt. Die Form wird von Gewalt beherrscht. Schmerz steigt einem ins Bewusstsein. Kleiner Mann, was nun? Ein Jedermann auf des Messers Schneide. Die bühnenartigen Hintergründe oder Umraumformen, die Hepp erfindet, um so etwas wie Flankenschutz zu bieten, ist ein bildhauerischer Kunstkniff, macht die Hoffnungslosigkeit aber auch nicht erträglicher. Es sind authentische Schilderungen menschlicher Seinsweisen, die Johannes Hepp figuriert. Sein hinterhältiger Witz kommt mit Tücke, insbesondere dann, wenn gewisse Bezüge zur Kunstgeschichte aufscheinen. Zwischen leibhaftigen Einsamkeitsschilderungen und gedankentiefen Titelreflexionen nimmt uns Hepp mit in Modellsituationen, die uns mit dem Irrationalen konfrontieren. Wir kommen nicht raus aus dieser Falle. Es sei denn, wir finden uns damit ab, dass die Erfahrungstatsachen des Lebens schrecklich lächerlich sind. Stephan Balkenhol belebte Mitte der 80er Jahre in Deutschland maßgeblich die figürliche Bildhauerei.

Johannes Hepp hat auf seine Art den Staffelstab unprätentiös übernommen und Balkenhols lakonischen Realismus in Richtung einer Wahrhaftigkeit, die die Vergeblichkeit des Lebens wahrnimmt, vorangetrieben. Das berührt und amüsiert. Diese Ausstellung lockt weniger mit dem Paradies als vielmehr mit dem Glück im Unglück hienieden und macht so gute Laune, dass sie zurecht als Enzym für die bessere Bewältigung des Diesseits gepriesen werden darf. So, wie die beiden Künstler die gesehene Wirklichkeit zu Erlebnis- und Innenbildern umgearbeitet haben, bringen sie uns zu der Einsicht, dass die physische Welt, die wir begreifen, nicht alles sein kann und deshalb mobilisieren uns Brixy und Hepp mit Blutdruck steigernden Universen, um uns die Höhen der Kunst zu eröffnen.

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