Matthias Garff
Werke
























Impressionen













Biographie
geboren 1986 in Solothurn, Schweiz
1996-2006 wohnhaft in Göppingen
lebt und arbeitet in Leipzig
STUDIUM
2008-2013
Hochschule für Bildende Künste [HfBK] Dresden
Grundstudium, Prof, Christian Sery
Fachklasse, Prof. Ulrike Grossarth
2013
Diplom Bildende Kunst
2013-2015
Meisterschüler, Prof. Lutz Dammbeck, HfBK Dresden
STIPENDIEN, PREISE
2019
Artist-in-Residency, ECoC 2019, Plovdiv, Bulgarien
2017
Local Resident, Pilotenkueche, Leipzig
2016
Wettbewerb Kunst am Bau, Finanzamt Grimma, 3. Platz 2016 Nominierung für den Preis der Darmstädter Sezession
2015
Artist-in-Residency, La Ira de Dios, Buenos Aires
SAMMLUNGEN
Kunstsammlung des Bundestages
Sammlung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden
Städtische Sammlung Bautzen
Sammlung Skulpturengarten Weisser Hirsch, Dresden
ARBEITEN IM ÖFFENTLICHEN RAUM
ANOHA-Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin
EINZELAUSSTELLUNGEN
2021
Matthias Garff, Städtische Galerie Offenburg
Eden, Galerie Tammen, Berlin (mit Lars Theuerkauff)
Gartenvögel, Connect, Museum der Bildenden Künste Leipzig
Vogelbad, Orangerie Schwetzingen
Menagerie, Galerie Tobias Schrade, Ulm
Insektenkästen, Galerie ArtHerb, Wetzlar
Habitat, Kunstsammlung Neubrandenburg
Wild Thing, Stern-Wywiol Galerie, Hamburg
2020
Happy? Brixy + Garff, Altes Pumpwerk, Mannheim
Insektenfenster - Kunstraum Praline, Leipzig
Konferenz der Tiere, Schloß Rochsburg, Lunzenau
2019
Maritza Nature Trail, Plovdiv 2019 Foundation, Bulgarien
Matthias Garff + Luc Imsand, Galerie heissingsart, Lübeck
Garff + Pelka, Galerie Tammen, Berlin
2018
Konferenz der Tiere, Deutsche Werkstätten Hellerau, Dresden
2017
Tête-à-Tête, Galerie Margareta Friesen, Dresden
Garff + Taschowsky, Galerie Tobias Schrade, Ulm
Stempelbilder, Josef Filipp Galerie, Leipzig
2016
Kleine Insektenschau, Josef Filipp Galerie, Leipzig
Staub, Galerie bipolar, Leipzig (mit Carsten Goering)
GRUPPENAUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)
2021
Landschaft II, Galerie Tammen
Berlin PLAY, Staatsgalerie Stuttgart
2020
What A Year!, Galerie Tammen, Berlin
Garten Eden, Galerie am Dom, Wetzlar
Facetten, Städtische Galerie Ostfildern
StillLeben, Galerie Tobias Schrade, Ulm
2019
Eläin, Art Center Väinölä, Varkaus, Finnland
Stillleben, Galerie Tammen, Berlin
SPA & BEAUTY, Galerie Hartwich, Sellin auf Rügen
Sommerausstellung, Galerie kunstück, Oldenburg
Tier – Sinnbild der Götter, Skulpturensommer Pirna
2018
Jenseits von Beeten, Begehungen 2018, Chemnitz
2017
Buttersäure-Senf, Pilotenkueche, Leipzig
2016
Jahresausstellung, Darmstädter Sezession, Darmstadt
..and found, Westpol Airspace, Leipzig
2015
Afuera, La Ira de Dios, Buenos Aires
Open Studio, HILO Galeria, Buenos Aires
Ménagerie, Josef Filipp Galerie, Leipzig
Vögel und Heilige, Galerie tiliart, Dresden
2014
Around You, OSTRALE, Dresden
IMPORT=EXPORT II, Galerie module, Dresden
Schöne Schwestern, Sächsischer Landtag, Dresden
Publikationen
Von fliegenden Hummeln über Darstellungen von Vögeln und überlebensgroßen Primaten bis hin zu einer ausgestorbenen Urform des Menschen, dem Homo erectus, reicht der Figurenkosmos von MATTHIAS GARFF. Sein Interesse an Naturvorgängen und unseren tierischen Nachbarn begann schon in der Kindheit und bestimmt nun sein künstlerisches Werk.
Garff arbeitet an einer Menagerie der besonderen Art und reflektiert dabei das Verhältnis des Menschen zum Tier und zur Natur allgemein. Damit begibt er sich auf tief ausgetretene Pfade, denn das Tier als Motiv der Kunst findet sich seit den frühesten Bildäußerungen, wie den steinzeitlichen Höhlen von Altamira und Lascaux, in allen Epochen. Das Verhältnis des Menschen zum Tier wird von Zuschreibungen und Projektionen bestimmt. Wir schauen Tiere nicht nur wegen ihrer Schönheit, Niedlichkeit oder Hässlichkeit an. Wir beobachten sie ohne sie durchschauen zu können und machen aus ihnen Ebenbilder oder Spiegel unserer Selbst. Diesen Phänomenen geht Matthias Garff nach. Wenn er tierische Verhaltensweisen mit unterschiedlichen Charakteren verbindet und sie in der Materialität und Gestaltung verdeutlicht oder seine Figuren zu Gruppen formiert, die sozialen Gefügen gleichen, erinnern seine Arbeiten an Fabeln. Manche seiner Skulpturen geraten zu Mischwesen zwischen Tier und Mensch, wie der hoch aufragende Schimpanse aus der Serie Altweltaffen, der eher einer Schimpansenhülle gleicht, als der naturgetreuen Nachbildung des Tieres. Überhaupt ist Garff kaum an einer realistische Abbildung interessiert. Grob zusammengeschraubt, geklebt oder genagelt, lässt er seine Geschöpfe aus gefundenem Material entstehen, wobei er diesen Entstehungsprozess selbst nachvollziehbar macht und die jeweiligen Materialästhetik bewusst als Gestaltungsmittel nutzt. Wie unvereinbar die Kunst und die Natur letzlich bleiben, führt er in seinen Videoarbeiten wie dem Argentinischen Garten vor. Hier konfrontiert er die realen Tiere unmittelbar mit seinen Schöpfungen und stößt vor allem auf Ignoranz und Desinteresse der Tiere an ihren künstlichen Ebenbildern. Im Gegensatz zu uns braucht das Tier weder den Menschen noch die Kunst.
- Susanne Greinke























