Rubica von Streng
Works













Impressions



















Biography
1992 born in Berlin
2012 State Academy of Visual Arts | Class: Ernst Caramelle | Karlsruhe
2014 University of Arts (UdK) | Berlin
2018 Master of Arts | Master Scholar | UdK | Berlin
Current and upcoming exhibitions
2026 (August 13–September 27) | Entsprungen | group | Burg Wertheim | Wertheim
2026 (June 6–July 5) | Art Meets Science | group | Overhead Gallery | Mannheim
2026 (April 17–20) | Art Düsseldorf | art fair | with Sevil Dolmaci Gallery | Düsseldorf
Past exhibitions (selection)
2026 Art Karlsruhe | art fair | One Artist Show | with Overhead Gallery | Karlsruhe
2026 Seasons Beyond Time | solo | Bode Galerie | Frankfurt
2026 House of Galleries | art fair | One Artist Show | with Bode Galerie | Frankfurt
2025 Abstract Evolution: Hans Vincenz vs. Rubica von Streng | Duo | Overhead Gallery | Münster
2025 All Together Now 3 | group | Galerie Tammen | Berlin
2025 Collectibles | group | Bode Galerie | Frankfurt
2025 Incheon National University Art Show | group | Incheon | South Korea
2025 3 Tage Kunst | group | Kommunale Galerie Charlottenburg-Wilmersdorf | Berlin
2025 Daegu International Art Fair | art fair | with Bode Galerie | Daegu | South Korea
2025 Start of the Season | group | Bode Galerie | Nuremberg
2025 Time Transformations | solo | Art Foundation Starke | Berlin
2025 PortLand | solo | Kunstverein Pritzwalk
2025 Happiness | group | Overhead Gallery | Münster
2025 Painting the Future II | solo | Bode Galerie | Nuremberg
2025 Re:Solution – Anna Arnskötter & Rubica von Streng in Dialogue | duo | Galerie Tammen | Berlin
2025 Women in Art – Muses and Creators | group | Bode Galerie | Frankfurt
2025 Traces | group | Station of Art Gallery | Warsaw | Poland
2024 Transformations | group | Station of Art Gallery | Warsaw | Poland
2024 Painting the Future | solo | Bode Galerie | Frankfurt
2024 All Together Now II | group | Galerie Tammen | Berlin
2024 Positions | art fair | with Galerie Tammen | Berlin
2024 Circle | group | CICA Museum of Contemporary Art | Seoul | South Korea
2024 Yokai | group | Museum Schloss Mitsuko | Thürkow
2024 PortLand – Anatomie der Zukunft | solo | Kunsthalle Brennabor | Brandenburg a.d. Havel
2024 Wege zur Schlichtheit: Mu – Das unbedingte Nichts | group | Museum Schloss Mitsuko | Thürkow
2024 Grace and Valor – The Dual Essence of Femininity | group | Galerie SLP | Berlin
2024 Art Karlsruhe | art fair | with Galerie Tammen | Karlsruhe
2023 All Together Now | group | Galerie Tammen | Berlin
2023 EXH 11 | group | Floorr Magazine & Virtual Gallery | London
2023 paper works | group | Museum Schloss Mitsuko | Thürkow
2023 War & Peace | group | Barbagelata Art Foundation | Barcelona
2023 Porträt I | group | Galerie Tammen | Berlin
2023 Totentanz | solo | Museum Kulturkirche St. Jakobi | Stralsund
2022 außer sich – inner ich II | group | Inselgalerie | Berlin
2022 Offshore Show | group | Haus der Kunst | Munich
2020 A Room Of Her Own II | group | Anahita Contemporary | Berlin
2020 A Matter Of Touch | group | Kunsthaus Torstrasse 111 | Berlin
2019 Taking Root | group | KIT Kunst im Tunnel | Kunsthalle | Düsseldorf
2017 Blick hinter die Kulissen | group | Galerie am Schloss Brühl | Brühl
2015 Young Positions | group | Galerie Pankow | Berlin
Books and catalogues (selection)
2025 Abstrakte Evolution | Softcover, 48 pages | 1st edition | Overhead Verlag | Münster
2024 Beyond PortLand | Softcover, 132 pages | 1st edition | Isensee Verlag | Oldenburg
2023 Totentanz | exhibition catalogue | Museum Kulturkirche St. Jakobi Stralsund | Isensee Verlag | Oldenburg
2022 Limits of PortLand | Softcover, 92 pages | 1st edition | out of print
2020 Towards PortLand | Softcover, 32 pages | 2nd edition | out of print
2019 Taking Root | exhibition catalogue | KIT Kunst im Tunnel | Kunsthalle | Düsseldorf
Media coverage (selection)
2025 Kunstverein Pritzwalk zeigt Rubica von Strengs PortLand | exhibition review | kunst:art magazine | Cologne
PortLand | interview | Curatory Magazine | Reykjavik
Re:Solution – Kunst als ökologischer Appell | exhibition review | kunstleben berlin | Berlin
Mensch und Natur | exhibition review | ARTMAPP Magazin | Stuttgart
On Plausible Prospects of the Future | interview | Suboart Magazine | Lisbon
2024 The Surreal World | Special edition | Collect Art Magazine | Tbilisi
Wenn die Erde glüht: Porträts der Zukunft | exhibition review | Tagesspiegel | Berlin
PortLand – Anatomie der Zukunft | exhibition review | ARTMAPP Magazin | Stuttgart
2023 Raus aus der Komfortzone | feature | Art in Berlin | Berlin
Totentanz in Stralsund | interview | Ostsee-Zeitung | Stralsund
Jenseits aller Kategorien | portrait | ARTMAPP Magazin | Stuttgart
2022 Die Stimmungen der Zeit festhalten | interview | Art in Berlin | Berlin
2020 Die Malerei der Rubica von Streng | portrait | Tagesspiegel | Berlin
Wie Farbe berührt | exhibition review | taz – tageszeitung | Berlin
2019 Natur verschlingt Mensch | exhibition review | Rheinische Post | Düsseldorf
Collections
The Scharf Collection; Bode Collection; Art Foundation Starke; Spiegelberger Foundation; Stralsund Museum
Publications
Im Wechselspiel der Erscheinungen
Über Rubica von Strengs PortLand-Zyklus – Dr. Kerstin Bitar, Museum Sammlung Rosengart, Luzern
„Für ihren Werkzyklus PortLand hat die Berliner Künstlerin Rubica von Streng eine spezielle Malweise entwickelt: die sogenannte Arpeggio-Technik. Dabei trägt sie zahlreiche Schichten verdünnter Ölfarbe nach- und übereinander auf und lässt ein Ensemble von Farbräumen und Formen entstehen. Wie bei einem Arpeggio-Akkord, bei dem alle Töne direkt nacheinander erklingen, stehen die Farbschichten und Formen miteinander in Beziehung. Jede Farbschicht bleibt am Ende des Malprozesses sichtbar. So fächert die Malerin ganz unterschiedliche Motivebenen in ihren Werken mal gleichwertig, mal als antagonistische Bildelemente auf und eröffnet Betrachterinnen und Betrachtern viele Blickrichtungen: in die Tiefe, in die Weite, in die Zukunft.
Jenseits aller Kategorien
Über Rubica von Strengs Malereien – Frank Lassak, Kulturjournalist
Der Blick in die Zukunft spielt in Rubica von Strengs Oeuvre eine zentrale Rolle – ganz gleich, ob es Eingebungen sind, die sich in ihren Bildern Bahn brechen, oder faktengestützte Befürchtungen, die darin zum Ausdruck kommen. Zu diesem Unausweichlichen, zu den Wahrheiten, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen, gehören für sie unter anderem die Folgen der Umweltzerstörung, die Auswirkungen der Klimakrise und die Spaltung der Gesellschaft. Themen, die heute aktuell sind und es wohl für eine Zeit lang bleiben werden.
Dabei gelingt es der Künstlerin besonders in den Gemälden des „PortLand“-Zyklus, der Schwere der behandelten Sujets eine unerhörte Leichtigkeit zu geben. Was einesteils an der Farb- und Formgebung liegt, andernteils an der ausgefeilten, filigranen Malweise – von Streng nennt sie Arpeggio-Technik –, mit der sie es schafft, die Komplexität der Welt und die brennenden Fragen der Gegenwart für die Betrachtenden erfassbar, womöglich sogar ein wenig erträglicher zu machen.
In von Strengs Malereien wirkt zudem eine spezielle Form der Entropie, jener physikalisch-chemischen Gegebenheit, die dafür sorgt, dass alles, soll heißen: universell alles, den Zustand größtmöglicher Unordnung anstrebt, so sehr wir uns auch nach geordneten Zuständen sehnen mögen. „In kosmischen Maßstäben betrachtet, haben wir gar keine Chance, diesen Trend in Richtung Chaos zu stoppen“, konstatiert sie. Derlei Erkenntnisse und die wissenschaftlichen Diskurse, die zu ihnen geführt haben, beschäftigen die Künstlerin seit Langem. „Um zu verstehen, wie die Welt tickt, ist es hilfreich, ihre Mechanismen so gut es geht zu ergründen. Ich blicke lieber tiefer in die Materie, anstatt mich mit Oberflächlichem zufrieden zu geben.“
Licht aus Stein
Über Rubica von Strengs „Limits of PortLand“ – Jurriaan Benschop, Kurator
Im Titel der Serie „Limits of PortLand“ steckt eine Kombination aus den Begriffen Porträt und Landschaft. Wie können wir uns eine Vermischung dieser beiden klassischen Genres im Schaffen einer Künstlerin vorstellen? Geht es um Landschaften in der Vorstellung von Betrachter*innen, um Panoramen, die in den Kopf von jemand projiziert werden? Oder geht es vielleicht um die Tatsache, dass sich menschliche Figuren und ihre natürliche Umgebung einfach nicht voneinander trennen lassen?
In Rubica von Strengs Gemälden stehen Porträt und Landschaft sowohl in der Wahrnehmung als auch im Erleben in Wechselbeziehung zueinander. Eine Figur kommt durch eine Landschaft auf uns zu, und eine Landschaft wird durch eine Figur geformt. Die Gemälde weisen ganz eindeutig Formen natürlichen Lebens auf, die genaue Art lässt sich jedoch nur schwer ausmachen. Wir erkennen die Umrisse eines Wesens oder das vage Erscheinen einer Figur. Bisweilen scheint es sich um eine menschliche Form zu handeln, in anderen Fällen eher um ein Tier. In der Serie finden sich alle möglichen organischen Gebilde, die sich gemeinsam zur Umwelt formieren. Der Einsatz von Siena- und Karminrot, aber auch von Indigo und Phthaloblau verstärkt die natürliche Ausrichtung. In anderen Arbeiten gibt Kadmiumgelb, in Sonnenlicht gemischt, den Ton an.
Von Strengs Art zu malen ist offensichtlich: Sie trägt dünne Schichten auf, die ihrerseits die anderen Schichten durchdringen, was den Arbeiten einen flüchtigen Charakter verleiht. Materie wird transparent. In Wahrheit kann man durch einen Stein nicht hindurchblicken, und doch ist es genau das, was in diesen Arbeiten geschieht. Landschaften werden so zu Vorstellungswelten. Substanz wird zu Atmosphäre, Figuren werden mitunter sogar geisterhaft: halb Körper, halb Seele.
Das Hinzufügen stakkatoartiger Farbakzente in dickerem Farbauftrag auf den dünnen Farbschleiern verleiht dem Gemälde eine andere Dynamik. Eine entschlossenere, knappe und harte Gestik wirkt dem weichen Ansatz der Farbfelder entgegen. Die Arbeiten entstehen und entfalten sich in einer Mischung bewusster, geplanter Pinselstriche und einem intuitiven Prozess.
Betrachtet man die Werke, gelangt man zu dem Eindruck, dass in dieser jungen Malerin eine alte Seele lebt. Die Kulisse erscheint archaisch. Themen wie Traumata und Fragen von Leben und Tod sind Teil der Motivation, die zur Entstehung dieser Arbeiten führen; sie gründen in einer frühen Erfahrung von Verlust. Dennoch gleichen die Werke diese grundlegende Stimmung mit einer gewissen Leichtigkeit, einem schwerelosen Schritt aus. Die Künstlerin scheint sich dem Akt des Malens als eine Art Transformation anzunähern, sie verwandelt quadratische Elemente in runde, feste Elemente in zarte, und schwere in leichte.
Spürbare Werkautorität
René Spiegelberger, Gründer und Vorsitzender der Kunststiftung PArt, Hamburg
Rubica von Strengs Malerei ist hintergründig klug, fundiert und verantwortungsvoll. Sie schlägt ein neues Kapitel in der Abstraktion auf. Ihre Form der Auseinandersetzung mit komplexen und hochaktuellen Themen manifestiert sich im monumentalen „PortLand"-Zyklus auf eindrucksvoll stringente Weise. Der Einsatz traditioneller Techniken und Verfahren verhilft den Werken zu einer spürbaren Werkautorität, die man zwingend in der direkten Auseinandersetzung mit dem Original erleben sollte. Hier ist aktuell ein wichtiges Oeuvre im Entstehen begriffen.












