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KARSTEN KONRAD

26 Oktober 2026

One artist show – Skulpturen – Collagen ·
Ausstellung bis zum 29. November 2026

Karsten Konrad: farbige Skulptur auf weißem Sockel

„In seiner Formen- und Materialsprache verweist das Werk von Karsten Konrad auf die Semantik einer menschengemachten Wegwerfgesellschaft, die sich jedoch der unmittelbaren menschlichen Präsenz immer mehr entledigt. Karsten Konrads Arbeit freilich ist geprägt von einem markanten Gespür für Oberflächen und Texturen, für die Eigenarten und Wirkungsweisen des Analogen und für das menschliche Verhältnis von Betrachter, Skulptur und Umraum.“

Christoph Tannert in seiner Eröffnungsrede
Karsten Konrad: Wandobjekt aus farbigen Fragmenten mit schwarzem Ring

„Karsten Konrad ist ein Meister zirkulären Denkens. Seine künstlerische Strategie besteht im Wesentlichen darin, dem scheinbar Unnützen, neue Anerkennung und Bedeutung zu verschaffen, also Vorhandenes zu neuen Anordnungen zu addieren und zu kombinieren. Er zeigt Assemblagen und Montagen, die das Ergebnis eines Experimentierens mit Formvorräten und einem Regelsystem sind, nach dem visuelle Bausteine in Kunst und Design strukturiert und verstanden werden.“

Christoph Tannert in seiner Eröffnungsrede
Karsten Konrad: Skulptur aus verchromten Rohren

„Wenn Konrad arbeitet, folgt er keiner aus dem Gehirnkasten gedrehten Idee, sondern lässt sich vom Material, seiner Spezifik, seiner Eleganz, seinem Schwung leiten. Der Künstler nimmt wahr, was ihm dieser innere Gehalt flüstert und so lässt er sich im Arbeitsprozess stimulieren und voranziehen an einen Punkt, den er anfangs nicht einmal erahnen konnte. In diesem Ablauf formt er Fragmente um, zerlegt sie, montiert und baut sie neu auf und bringt Dinge zur Ansicht, die erst durch das Kombinieren des Nicht-Vorgewussten Strahlkraft erlangen.“

Christoph Tannert in seiner Eröffnungsrede
Karsten Konrad: Wand mit gerahmten Collagen

„Auf die Frage des Kunsthistorikers Christian Malycha: Stellen Deine Plastiken etwas dar? antwortete Konrad im Jahr 2012: ‚Sie stellen nichts dar, außer das Arbeitsprinzip. Ihr Gemachtsein, das müssen sie vertreten.‘ Dem ist nichts hinzuzufügen.“

Christoph Tannert in seiner Eröffnungsrede
Karsten Konrad: Wandobjekt in Schwarz und Silber

„Mein Fazit: Karsten Konrad findet glänzende, stilvolle Lösungen ohne jede Mühe. Wie einer jener Artisten, von denen Rilke in seiner Elegie so skeptisch spricht, hält er viele rotierende Teller auf einem wirbelnden Stab, und keiner zerschellt, und alles ist geglücktes Arrangement, heiterste Kunst.“

Christoph Tannert in seiner Eröffnungsrede
Karsten Konrad: Skulptur mit zwei Metallköpfen auf grauem Sockel

Fotos: Bernd Borchardt

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