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 Abb. Volker März

 

VOLKER  MÄRZ - DIE HAUT AB . Skulpturen + Malerei

Der multimediale Künstler Volker März zeigt nach seinen letztjährigen umfangreichen und stark beachteten musealen Einzelaustellungen im Georg Kolbe Museum/Berlin und dem Gerhard Marcks Haus/Bremen in der jetzigen Einzelausstellung der GALERIE TAMMEN ausschließlich Arbeiten aus dem Jahr 2019. 

Skulptur, Malerei und Texte gehen hierbei, wie so oft bei Volker März, Hand in Hand. Erstmal sind auch großformatige Holzskulpturen zu sehen, die er mit dem ghanaischen Holz-Bildhauer Nicholas Henaku erarbeitet hat. Es ist dies ein wunderbares Zusammenspiel von zeitgenössischer afrikanischer und deutscher Kunst, die über die nächsten Jahre noch vertieft werden soll. Thematisch steht weiterhin der Affe bei Volker März im Fokus, da dieser für ihn immer noch der größte Aussenseiter unter uns Menschen ist ... und vielleicht sogar der bessere Mensch.

Zitate aus zwei fiktiven Nachrufen auf Volker März, alias Franz Mai, die in dem Buch: "Horizontalist / der Affe fällt nicht weit vom Stamm" anlässlich der beiden Museums Ausstellungen in Bremen und Berlin erschienen sind:

„Die Korrumpierbarkeit der Kunst und ihrer oft besungenen höheren Weihen durch herrschaftliche Ideen war eines seiner Lebensthemen. Die Verstrickungen der Kolonialgeschichte Europas und Afrikas, ihre kaum auszuhaltende Grausamkeiten und die bis in die heutige Zeit reichenden Ideologien, Denkfallen und Deutungsmuster dienten ihm wiederholt als Ausgangspunkt seiner rastlosen Arbeiten. Der unauflösbare Anteil dieser weitgehend verdrängten Geschichte an der humanistisch beschworenen Ideologie Europas forderte ihn heraus, immer neue Metaphern und Bilder für die vielfachen Abhängigkeiten des Denkens zu finden.“ - Zitat: Dr. Julia Wallner, Georg Kolbe Museum

„Er sah seine Rolle als Künstler wohl darin, die Fähigkeit eines Publikums zu beweisen, Komplexität auszuhalten. Es ging nie darum, gutmütig nickend auf einer Vernissage sein Werk zu „verstehen“, sondern mit dem Glas in der Hand zu erkennen, wie sehr diese kleinen Zwitterwesen oder Affen zeigen, was wir Menschen sind und wie wir diesen Zustand bei vollem Bewusstsein erreicht haben. Seine Kunst ist ein Spiegel. Dabei wird der Mensch nicht bloß als schlecht dargestellt: Es geht manchmal paradiesisch zu in seinen Werken – vor allem wenn seine Protagonisten der Untätigkeit nachgehen. Sobald sie handeln, wird aber das selbstverständlich Externalisierte nachvollziehbar. Dem einzelnen Europäer geht es gut, weil es anderen schlecht geht.“ - Zitat: Dr. Arie Hartog, Gerhard-Marcks-Haus

 

 

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 Abb. Volker März

 


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