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Abb. Sonja Edle von Hoeßle, Endlosschleifen, Cortenstahl, Impression Skulpturenplatz artKARLSRUHE 2019

 

Sonja Edle von Hoeßle

In den Skulpturen von Sonja Edle von Hoeßle verbinden sich Material und Transparenz, Idee und Körper, Konstruktion und Emotion. Ihre ‚Endlosschleifen’ aus Corten-Stahl sind gleichsam Zeichnungen im Raum, sie unterminieren damit auch die traditionelle Identität von Skulptur und Volumen. Raum ist nun nicht mehr das Jenseitige der Skulptur, sondern wird von ihr inkorporiert, wird konstituierender Bestandteil. Zugleich öffnen die Raumzeichen ganz selbstverständlich einen Zwischenraum zwischen Betrachter und Werk, zwischen Werk und Raum, zwischen Denken und Anschauung. Die Schleifen entwickeln sich aus der Linie, schwingen aus, kehren zu sich selbst zurück. Unendlichkeit und Beginnlosigkeit fallen in eins. Souverän balancieren die Skulpturen Bewegung und Ruhe, Rhythmus und Form, Statik und Dynamik, Konstruktion und Sensibilität. Trotz ihrer skulpturalen Logik verweigern die Schleifen eine einsinnige Beschreibung. Erst im Raum, in der wahrnehmenden Betrachtung wird ihre Vielschichtigkeit und Klarheit erfahrbar. (Dr.  Dorothée Bauerle-Willert)

 

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Abb. Heike Jeschonnek, Havelland, Burg Plau, 2018, Paraffin und Acryl auf Pappe, 70 x 99,5 cm

 

Heike Jeschonnek

Im Wortsinn vielschichtig sind auch die Arbeiten von Heike Jeschonnek. Den Austragungsort ihrer Zeichnungen bildet mit Paraffin beschichtetes Papier, in das von der Künstlerin fremd-vertrauten Szenerien eingeschrieben werden. Mit dieser Technik greift sie eines der ältesten Trägermedien auf und macht dieses Notationsverfahren mit Phantasie und Verve gegenwartstauglich. Dabei ist das Material immer auch Partner, mit Eigenleben und Eigenwilligkeit. Die Zeichnung wird zum Palimpsest, in dem sich die unterschiedlichen Materialien und Medien überlagern, ver- und entbergen. Es entstehen filigrane, poetische Bildgebilde, die zwischen Ferne und Nähe, zwischen Bild und Entzug changieren. Nie verhärten sich die Ansichten zu rigider Lesbarkeit, stattdessen wird der Blickhinein in die immer ambivalenten Landschafts- und Naturräume mit einer mysteriösen Instabilität, mit der Auflösung von Eindeutigkeiten konfrontiert.

Die Prozessualität, die Offenheit, die Anfänglichkeit der Zeichnung lässt sie als Spur charakterisieren, hinein in ein Form-Geschehen, als etwas, das zwischen Unform und Form oszilliert. Zeichnung ist somit Prozess, ist Ahnung der Anwesenheit eines Abwesenden, Zeitwahrnehmung und Zeitbild - eine Passage, deren Weg nie vorgezeichnet ist. (Dr.  Dorothée Bauerle-Willert)

 

 

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Abb. Sabine Ostermann, Postfuhramt, 2018, Linolschnitt, Ölfarbe - Unikat, 77 x 91 cm

 

Sabine Ostermann

Eigenwillig und eigenständig erkundet auch Sabine Ostermann diese Passage von Welt zu Werk und zurück. Das elastische, gefügige Material Linoleum wird zum Grund des manuellen Zugriffs, die bearbeitete, bezeichnete Platte dient  jedoch nicht zur Vervielfältigung, sondern verselbständig sich zum Relief, zu einem ‚Übergängigen‘ zwischen Fläche und Raum. In den  neuen, monumentaleren Arbeiten der Künstlerin tritt nun vor allem die Architektur, Ansichten der   Stadt an die Stelle früherer traumhafter Sequenzen. Markante Berliner Gebäude werden zu ikonischen Zeichen, nuanciert, illuminiert durch die Farbe. Mitunter geben die Linolschnitte prägnante  Details des Innenraums, etwa wenn die berühmte, für die Philharmonie entworfene  Leuchte, eine aus Pentagrammen zusammengesetzte Pusteblume, zum Motiv des Linolschnitts wird:  Ein  in einem wolkigen, offenen Raum schwebendes  Muster, das Einzelheit und Serialität (und damit - auch - ein Thema der Grafik) verbindet. (Dr.  Dorothée Bauerle-Willert)

 


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